Was heißt Sprachkita

“Weil Sprache der Schlüssel zur Welt ist”, so nennt sich das Bundesprogramm, das das Bundesministerium für Familien, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) derzeit unterstützt, in dem es den an diesem Projekt teilnehmenden Kindertageseinrichtungen eine zusätzliche halbe Fachkraftstelle finanziert.

Diese "Sprachkraft" wird in vielen verschiedenen Fort- und Weiterbildungen darin geschult, das Personal der Kindertagesstätte in den 3 Schwerpunktthemen des Bundesprogrammes zu unterstützen. Dies bedeutet, die Sprachkraft arbeitet nicht mit den Kindern, sondern mit dem Team, in dem sie wertvolle Tipps und theoretisches Wissen aus ihrer Ausbildung an die Teammitglieder weiter gibt.

 

Wie profitiert hiervon ihr Kind?

 

 

Mit Sprache (dazu gehören auch Mimik und Gestik) treten wir in Kontakt, eignen uns Wissen an und schaffen damit eine Grundvoraussetzung für die Teilhabe am Leben und einer gelingenden Lebensgestaltung.

 

Hintergrund des Bundesprogrammes ist der Gedanke, allen Kindern die gleichen Möglichkeiten zu geben für einen erfolgreichen Bildungsweg. Die drei Schwerpunkte im Bereich des Bundesprogramms liegen auf:

 

 

alltagsintegrierte Sprache

 

Verbale (sprachliche Äußerungen) und nonverbale (Körpersprache) Signale werden von uns sensibel und bewusst eingesetzt, um dem Kind Hilfestellung zu geben, die richtigen Worte zu finden. Alltägliches Tun wird mit Worten begleitet, um den Wortschatz der Kinder zu erweitern und ihnen Wörter in einem Sinnzusammenhang anzubieten. Wir bieten Lerngelegenheiten, um bei den Kindern Interesse zu wecken und Begeisterung für Neues. Wir sind in unserem alltäglichen Tun wichtige Sprachvorbilder für die Kinder.

 

 

Inklusion

 

Jede Familie, jedes Kind und jeder Mitarbeiter wird ernst- und angenommen. Jeder kann sich einbringen und jeder begegnet dem anderen mit Respekt und begreift Vielfalt als Bereicherung. Wir unterstützen die Lernkompetenzen jedes einzelnen Kindes, seine Neugier und sein selbständiges Denken.

 

 

die Zusammenarbeit mit allen Familien

 

Die Zusammenarbeit mit allen Familien ist eine Grundvoraussetzung für ein konstruktives Miteinander in der pädagogisch- und familienergänzenden Bildungsarbeit. Sie ist bei uns gekennzeichnet durch Vertrauen, Respekt und Offenheit. Kennen Familie und Angehörige die Vorgehensweise und Intension der pädagogischen Arbeit, können sie die Bildungsprozesse ihres Kindes nachvollziehen und zu Hause besser unterstützen.

 

Die Eltern sind die Experten der Mutter- und Familiensprache. Sprechen sie mit ihrem Kind in der Sprache, in der sie denken und fühlen. Dann lernt ihr Kind von ihnen seine Muttersprache. In der Kita wird ihr Kind im Deutsch lernen begleitet und unterstützt. Es lernt dies beim Spielen, in Gesprächen und von und mit anderen Kindern. Wenn das Kind sich in der neuen Sprache sicher fühlt, lernt es beide Sprachen zu unterscheiden. Sich Zeit zu nehmen, ist dabei eine wichtige Voraussetzung.

 

 

   Wenn du ein Schiff bauen willst, trommle nicht die Menschen zusammen,

 

      um ihnen Anweisungen zu geben, jede  Kleinigkeit  zu erklären, ihnen zu

 

      sagen, wo sie alles finden, sondern  wecke in Ihnen die Sehnsucht nach dem 

      Meer“

 

                                                                       Antoine de Saint-Exupéry

 

Bundesweiter Vorlesetag

in Kooperation mit dem Friedrich-Bödecker-Kreis